MovingCamera

Photography

Hörakustik Collonfong & Speckert 07/2019

ISUZU 05/2021

ColorFoto 06/2021

ColorFoto 11/2021

ISUZU 10/2021

07 /2019

Collofong & Speckert

Hörakustik

05 /2021

ISUZU

Car-Shooting 

Ein abwechslungsreiches Foto-Shooting um den ISUZU D-MAX in unterschiedlichster Szenerie abzulichten. Das Wetter zog dafür am Pfingstwochenende alle Register, was das ganze Vorhaben nicht nur herausfordernd sondern zugleich auch sehr spannend machte.

Fuji GFX 50S, 23 mm, ISO 100, f / 10, 1/200 s, Stativ

DSCF0620-s

06/2021

ColorFoto

Weit und Fern

Frostige Morgenstimmung an der Ruhr, DEUTSCHLAND

Weite Landstriche, seltene Naturschauspiele, reizvolle Lichtstimmungen. Auf seinen Fernreisen entdeckte fc-Fotograf Jürgen Ringmann die Landschaftsfotografie für sich. Besonderes Augenmerk legt er auf die Bildgestaltung mit unterschiedlichen Brennweiten.

Die Nacht auf Sonntag war schon recht frostig,
was mich nicht davon abhielt, früh morgens an der Ruhr in Schwerte bei Dortmund aufzuschlagen. Das frühe Aufstehen wurde wieder einmal belohnt – was für ein Start in den ersten Advent!
Nikon Z6, 35 mm, ISO 100, F16, 1/15 s, Stativ

Weit und Fern

South Rim – point of view, USA

Der Grand Canyon gilt wohl als Symbol des Wilden Westens, er ist die Ikone unter den Schluchten weltweit und zugleich ein Naturwunder, das seinesgleichen sucht. Hier stand ich am äußersten Südrand, wobei mir förmlich der Atem stockte. Ich konnte nicht erfassen, geschweige denn in treffende Worte fassen, was ich dort sah. So machte ich eben meine Bilder, in der Hoffnung, dass wenigstens sie etwas von meinem dort Erlebten widerspiegeln.
Nikon D750, 14 mm, ISO 100, F10, 1/200 s, Stativ

Weit und Fern

Mono Lake View, USA

Auf der Rückfahrt von Bodie, der sagenhaften Goldgräberstadt im zentral-östlichen Teil von Kalifornien zu meiner Unterkunft nach Lee Vining, fiel der Blick auf den riesigen Mono Lake, ein einzigartiger Natronsee der sowohl extrem alkalisch als auch besonders salzhaltig ist. Atemberaubend schön spiegelt sich je nach Lichteinfall die anmutige Hügelkette der Sierra Nevada im schimmernden seichten Wasser des Sees.
Nikon D750, 200 mm, ISO 100, F10, 1/200 s, Stativ

Weit und Fern

Entlang des Colorado Rivers, USA 

Moab bietet als einzige größere Stadt am Ufer des Colorado River in Utah umfassende Möglichkeiten für Camping in der Natur und – wie sollte es anders sein – für Fotografie. Eine freie Stelle mit Zugang ans Ufer findet sich ebenso. Dafür ist aber festes Schuhwerk zu empfehlen. Beeindruckt genoss ich, was ich hier vorfand, und machte in aller Ruhe meine Aufnahmen. Nikon D750, 24 mm, ISO 100, F8, 1/60 s, Stativ

Einzigartige Wüstenlandschaft, BRASILI EN

Die Besonderheit, dass sich während der Regenzeit überall in der Wüste Süßwasserseen bilden, ließ mich aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Bei Temperaturen nahe 40°C kam dann auch schnell der Gedanke auf, sich eine Abkühlung zu verschaffen, was auch erlaubt war. Umsichtigkeit ist oberstes Gebot. Für mich ein Weltkulturerbe.
Nikon D850, 200 mm, IS O 64, F8, 1/250 s, Stativ

Weit und Fern

Magic Desert, Brasilien

Unterwegs in der Sandwüste Lençóis Maranhenses, einem über 1550 Quadratkilometer ausgedehnten Dünengebiet. Auf der Westseite ging die Sonne unter und hüllte die zur Regenzeit mit viel Wasser gefüllten Süßwasserseen in ein bemerkenswertes Licht. Östlich dagegen stand der Mond, von der untergehenden
Sonne angestrahlt, in seiner ganzen Pracht zum Greifen nah.
Nikon D810, 82 mm, IS O 64, F8, 1/125 s, Stativ

Interview

Licht-Landschaften

Außer Portraits und Street-Szenen fotografierst Du seit einiger Zeit auch mit Begeisterung Landschaften. Was macht für Dich den besonderen Reiz daran aus?                                                                                                                       Vor allem, draußen in Natur unterwegs zu sein. In Verbindung mit den Jahreszeiten lassen sich Flora und Fauna immer wieder auf ein Neues entdecken. Momente, die einerseits die Vergänglichkeit deutlich machen und andererseits den Beginn und den Höhepunkt des Lebens widerspiegeln. Je nach Witterung und Wetter entstehen unwiederbringliche Eindrücke, die durch das Licht bedeutend mitgeprägt werden. Sobald der Tag anbricht, beginnen mit der blauen Stunde und dem Übergang zur goldenen Stunde reizvolle Lichtstimmungen, die je nach Sonnenstand, Wolken oder wolkenlosem Himmel ihren ganz eigenen Charme entwickeln.

Was kannst Du uns über Deine Lieblingsmotive
verraten?
Am liebsten fotografiere ich Lebensräume, die
uns die Natur in ihrer ursprünglichsten Form
präsentieren. Wüsten, Canyons oder auch
Dschungel haben mich schon immer fasziniert.
Vielleicht auch deshalb, weil die Lebensbedingungen,
die dort herrschen, den Menschen davon
abgehalten hat, diesen Lebensraum für sich
zu erobern. Hier überlebt nur, was sich anpassen
konnte. Eine unberührte Natur, faszinierend und
von detailreicher Schönheit.

Wie bereitest Du einen idealen Fototag
und die Aufnahmesituation vor?
Stehen mein Ziel und die Tageszeit fest, erkunde
ich vorab im Internet Location, Route und
Wetterlage. Die Fotoausrüstung wird nach Bedarf
entsprechend zusammengestellt. Für das Fotografieren
zum Sonnenauf- oder -untergang ist
eine rechtzeitige Anreise ein Muss. So kann ich
mich mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut
machen und in Ruhe nach dem optimalen Standort
suchen, Stativ und Kamera aufstellen und
schon einige Testbilder machen. Die blaue wie die
goldene Stunde locken immer wieder mit ihren
ganz eigenen Reizen, und so warte ich geduldig
auf den passenden Moment, in dem das Licht für
mich seinen Höhepunkt ausspielt.

Welche Teile Deiner Ausrüstung sind für
Dich unentbehrlich?
Zu Shootings und besonders auf Reisen habe ich
immer zwei Kameras dabei, um im schlimmsten
Fall Ersatz zu haben. Häufig bleibe ich lange an
einem Standort oder bin den ganzen Tag unterwegs.
Entsprechende Kleidung, gutes Schuhwerk
und Marschverpflegung gehören für mich zur

guten Vorbereitung. Für meine Landschaftsaufnahmen
nutze ich hauptsächlich das Weitwinkel-,
aber auch gern mal ein Teleobjektiv. Sehr
wichtig ist für mich dabei, mit Stativ zu arbeiten.
Schwaches Licht oder Filter erfordern Langzeitbelichtungen.
Unbedingt in meinen Fotorucksack
gehören außerdem Ersatzakkus, mehrere Speicherkarten,
Reinigungstücher, Pinsel, etwas Kleinwerkzeug
und meine Stirnlampe. Bei unbeständigem
Wetter ist ein Regenschutz zudem eine gute Wahl.

Wie und mit welcher Wirkung setzt Du
Deine Brennweiten ein?
Einerseits arbeite ich mit Brennweiten von 14
oder 18 mm, um Raum über die Weite einzufangen.
Sehr gern fotografiere ich auch mit Teleobjektiven,
die einerseits das Heranzoomen ermöglichen
und andererseits bewirken, weit voneinander
entfernte Objekte im Raum aneinanderzurücken.
Als Allrounder erfüllen zwar Zoomobjektive mit
zum Beispiel mit 18-200 mm ihren Zweck, liefern
jedoch oft eingeschränkte optische Qualität.
Lichtstarke Optiken sind teurer, qualitativ dafür
aber die Krönung. Lichtstarke Objektive
und eine große Offenblende ermöglichen geringere Tiefenschärfen,
was ideal zum Freistellen dient. Situationen mit wenig Licht oder Aufnahmen mit Filter setzen hingegen Langzeitbelichtungen
voraus, die freihand kaum möglich sind und damit
den Einsatz eines Stativs erfordern. Bei meiner
Spiegelreflexkamera nutze ich idealerweise die
Spiegelvorauslösung, da ab 1/30 s bereits leichte
Erschütterungen für Unschärfe im Bild sorgen
können. Falls kein Stativ vorhanden ist , suche ich
alternativ einen festen Untergrund. Kabel- oder
Fernauslöser erweisen hier wertvolle Dienste.

Großes Augenmerk legst Du offenbar auf
die Bildgestaltung. Wie gehst Du dabei vor?
Um Landschaften fotografisch zu gestalten, arbeite
ich am liebsten mit dem 16:9-Format. Entsprechend
entscheide ich, ob ich eher den Vorder- oder
den Hintergrund betone, mehr Himmel
oder lieber mehr Landschaft in den Fokus rücke.
Den Horizont platziere ich meist außermittig. Für
den Vordergrund nutze ich Gestaltungselemente
wie Felsen, Sträucher oder Wurzeln. Um den Vordergrund
mit einzubeziehen, fotografiere ich gern
von einem tiefen Standpunkt aus. Ich versuche
zudem, Eckläufer auszumachen, die den Blick in
die Aufname hinein- oder aus ihr herausführen.
Zudem gilt es, Licht und Schatten, Formen oder
auch farbliche Akzente als Blickfang zu nutzen.
Ich fotografiere mit dem Licht oder wähle bewusst das Gegenlicht.

Welche Aufnahmeeinstellungen nimmst Du an der
Kamera vor?
Generell fotografiere ich im manuellen Modus und stimme
vorab die Blende, ISO Empfindlichkeit und Belichtungszeit auf die gewählte Brennweite und die herrschenden Lichtverhältnisse
ab. Dazu nutze ich das Histogramm und tendiere zur Wahl von niedrigen ISO-Werten, um das Bildrauschen auf einem Minimum zu halten. Um Lichter nicht ausfressen zu lassen, arbeite ich gern mit Unterbelichtung von ein bis zwei Belichtungsstufen. Generell fotografiere ich im RAW-Format, um mehr Bildinformationen für die Nachbearbeitung und für die Korrektur zu erhalten. Für die Wahl der Blende gilt: Die Schärfentiefe nimmt zu, je weiter die Blende geschlossen ist. Blende 8 ist in der Regel meine Wahl, um die Beugungsunschärfe möglichst zu vermeiden, die bei noch viel weiter geschlossener Blende (Blende 14 bis 22) zunehmen würde.

Holst Du Dir auch Anregungen in der fc? Und welchen
Einfluss hat die fc auf Deine Fotografie?
Ja, Anregungen finde ich dort grundsätzlich viele. Zum einen bietet mir die fc zum Beispiel Möglichkeiten, Örtlichkeiten und Bauwerke zu entdecken, die mir selbst vielleicht unbekannt sind. Bildgestaltung, Perspektiven und Blickwinkel anderer Fotografen finde ich immer wieder spannend und anregend, vielleicht auch mal davon etwas zu übernehmen. Interessant ist natürlich auch der Austausch über technische Anwendungen, Vorgehensweisen oder Hinweise die vor Ort
zu berücksichtigen sind.

Hast Du fotografische Vorbilder, und wenn ja, welche?
Auf jeden Fall gibt es Fotografen die mich inspirieren. Ein fc- Fotofreund machte mich auf Jack Dykinga, einen für mich außergewöhnlichen und ansprechenden Landschaftsfotografen,
aufmerksam. Bewundernswert finde ich ebenso Arbeiten von Helmut Newton und Peter Lindbergh. 

Interview bei Sabine Schneider

11/2021

ColorFoto

Auf Hochglanz

Entlang des Colorado Rivers, Utah, USA

Auf einer Fotoreise durch die USA und nach New York hat sich fc-Fotograf Jürgen Ringmann das Thema „Spiegelungen“ zur Aufgabe gemacht. Regenpfützen,
glatte Fassaden und architektonische Vielfalt motivierten ihn zum kreativen Ausprobieren.
Ein Port folio zwischen Illusion und Realität.

Moab, als einzig größere Stadt am Ufer des Colorado River in Utah, bietet umfassende Möglichkeiten für Camping in der Natur und  – wie sollte es anders sein –  für Fotografie. Eine freie Stelle mit Zugang ans Ufer findet sich ebenso. Dafür ist festes Schuhwerk zu empfehlen. Beeindruckt genoss ich, was ich hier vorfand, und machte in aller Ruhe meine Aufnahmen.

Nikon D750, 24mm, ISO 100, F8, 1/60 s, Stativ

NYPD TRAFFIC

New York City, USA

Es war an diesem Tag echtes Glück, dass sich nach morgendlichen, bis in den Nachmittag
andauernden heftigen Regenschauern der dunkel mit Wolken behangene Himmel
plötzlich aufhellte. Klares und knackiges Licht halfen bestens, feinste Spieglungen in den
Pfützen hervorzurufen.

(Nikon D750, 14 mm, ISO 100, F6,3, 1/25 s, Stativ)

Spiegelungen in Bildern haben für Jürgen Ringmann ihren ganz eigenen Reiz, „weil die Augen im ersten Moment zwar alles erfassen, man jedoch
unweigerlich danach sucht, was wirklich real und was die eigentliche Spiegelung im Bild ist“. Spiegelnde, gläserne und glänzende Oberflächen
bieten dem passionierten fc Fotografen unendlich viele Möglichkeiten für die Bildgestaltung, Objekte zu reflektieren und in Szene zu setzen, um am Ende fantasievolle Bildaussagen zu erzielen. Auf die Idee, damit aus alltäglichen Motiven einen illusionären Hingucker zu entwerfen, kam er April 2018 auf dem NY Fotoacademy Workshop, den er zusammen mit den beiden Profifotografen Pavel Kaplun und Miho Birimisa und 22 weiteren Fotobegeisterten in den USA absolvierte. Vom frühen Morgen bis in die Nacht war er damals mit seiner Nikon D750 in der New Yorker Metropole unterwegs. „Man kann sich vorstellen, dass solch ein Haufen Fotoverrückter jede Gelegenheit nutzte, das Gelernte auch gleich umzusetzen.“ Praktisch hieß das: die Bilder bewusst zu komponieren und Bildaussagen gezielt fotografisch umzusetzen. Es wurde fotografiert und geübt,
mit Standort und Perspektive experimentiert, Brennweiten und gestalte rische Mittel wie Goldener Schnitt oder die Drittelregel für eine spannende Bildaufteilung ausprobiert.

 

Bildideen

Anregungen für seine Bildideen findet der Fotograf heute unter anderem in Foto- und Bildbänden, Fotomagazinen und in der fotocommunity, in der er seit 2015 Mitglied ist. „Einmal bietet sie mir die Möglichkeit, Örtlichkeiten und Bauwerke zu recherchieren, die ich selbst besuchen möchte.“ Aber auch Inspirationen zur Bildgestaltung, Perspektive und dem Blickwinkel finden sich dort für Ringmann zuhauf. „Für mich sind das auf jeden Fall interessante Inspirationen, die ich gern bei Bedarf in meine Art und Weise zu fotografieren mit einbeziehe.“

DER UNWEIGERLICHE BLICK NACH OBEN

New York City, USA

New York steht auch für die unzähligen Wolkenkratzer und ihre architektonische Vielfalt. Meinen Blick musste ich immer wieder in den Himmel richten, um so wie in Midtown Manhatten, dem berühmten Chrysler Building, 405 Lexington Avenue/Ecke 42nd Street, diesen fotografischen Moment zu widmen.

(Nikon D750, 24 mm, ISO 100, F8, 1/320 s, Freihand)

Ausrüstung
Für seine Streetaufnahmen verwendet Jürgen Ringmann vorzugsweise Festbrennweiten. „Zoomobjetive sind die Allrounder und Festbrennweiten die
Krönung“, urteilt er. Schließlich liefern sie in der Regel nicht nur die bessere Abbildungsqualität, sondern auch ein Maximum an Schärfentiefe über alle Bildebenen hinweg. Zoomobjektive indessen kommen für Ringmann zum Einsatz, wenn er aus größerer Distanz fotografieren will, vor allem aber auch, um Freistellungen mit Bokeh zu erzeugen. Das wichtigste Zubehör für diesen Fotografen ist ein Stativ, das ihm hilft, Verwacklungsunschärfen zu vermeiden und den Horizont gerade auszurichten. Auch Langzeitbelichtungen bei schwachem Licht oder die Arbeit mit Filtern lassen sich damit sicherer beherrschen. „Bei Spiegelungen, die sich auf einer Wasseroberfläche abzeichnen, können sich reizvolle, ruhige oder seidenweiche Effekte ergeben, wenn ich mir dafür Langzeitbelichtungen und Aufnahmen mit ND-Filter oder Graufilter, je nach Lichtverhältnis und unterschiedlicher Dichte, zunutze mache.“ Stets dabei hat Jürgen Ringmann zwei Kameras, zudem Ersatzakkus und -speicherkarten, Reinigungstücher, eine Stirnlampe
und bei unbeständigem Wetter einen Regenschutz.

Vorbereitung.

Ist der optimale Standpunkt gefunden, wartet der  Available-Light-Fotograf auf geeignetes Licht, schließlich potenzieren Spiegeleffekte die vorhandenen Lichtsstimmungen. Je nach Oberfläche, Struktur und Form reflektieren Gegenstände Licht auf andere Weise. „Ich bin oft sehr früh morgens zu Beginn der Blauen Stunde vor Ort, um die Location einzuschätzen, meinen optimalen Standort zu wählen und meine Ausrüstung
vorzubereiten.“ Der Übergang zur Goldenen Stunde verspricht meist weiches Licht. Gern fotografiert er darum auch in den frühen Abendstunden bis zum bevorstehenden Sonnenuntergang. „Dann nehme ich mir wenn möglich die nötige Zeit, um in aller Ruhe vor Ort ein Bild schon vor dem Auslösen
in meinem Kopf entstehen zu lassen“, beschreibt er sein Vorgehen.

RÜCKBLICK

San Francicso, USA

Später unterwegs in San Francisco lief ich zuerst an diesem Spiegel vorbei, der seitlich an einer
Einfahrt befestigt war, um einen Einblick ins Geschehen auf der Straße zu geben. Damit bot
sich mir ein stilvoller „Rückblick“ auf das „The Western St. Francis, 348 Geary St“ an. So konnte
ich einfach nicht anders als auslösen.

(Nikon D750, 62 mm, ISO 100, F6,3, 1/200 s, Freihand)

EINMAL DIE WELT AUF DEN KOPF STELLEN

New York City, USA

Erst ein kräftiger Platzregen, dann riss die Wolkendecke auf. Klare und saubere Luft mischte sich mit der Kraft der Sonne und brachte schönes, weiches Licht. Schon fand sich diese Pfütze, um die darin gespiegelten Personen, die Formation an Gebäuden und wechselnden Fassaden in schönster Präsenz festzuhalten.


(Nikon D750, 70 mm, ISO 320, F3,5, 1/500 s, Freihand)

HOCH HINAUS

Las Vegas, USA

Die verspiegelte Fassade dieses Geschäftshauses
bot sich förmlich an, den Mann bei seiner Arbeit
hoch oben gleich doppelt einzufangen. Getreu
nach unserem beliebten fotocommunity-
Mottotag „Dienstag ist Spiegeltag“.

(Nikon D750, 100 mm, ISO 100, F6,3, 1/25 s, Freihand)

Aufnahmetechnik

Jürgen Ringmann fotografiert generell im manuellen Modus, wählt vorab die Blende, die ISO-Einstellung und die Belichtungszeit, je nach Brennweite und Lichtverhältnissen. Dabei nutzt er für Streetfotos vorzugsweise eine leicht offene bis geschlossene Blende zwischen 5,6 und 8, um die gewünschte Tiefenschärfe zu erhalten, aber auch, um auf die vorhandenen Lichtbedingungen reagieren zu können. Die kamerainterne Wasserwaage hilft ihm beim Ausrichten der Kamera, das Histogramm zum Beurteilen von Helligkeit und Kontrast. In puncto Empfindlichkeit und Belichtung tendiert er zu niedrigen ISOWerten und orientiert sich am Histogramm, um Bildrauschen und irreversible Über- oder Unterbelichtungen zu vermeiden. Falls er ausnahmsweise kein Stativ verwenden kann, sucht er einen festen Untergrund, auf dem er seine Kamera platzieren kann.

Nachbearbeitung

Fester Bestandteil seines Workflows ist die Bildbearbeitung am PC. Zum einen, um unzureichende Lichtverhältnisse auszugleichen. „Zudem ermöglicht mir die Nachbearbeitung, Stimmungen, die ich vor Ort wahrgenommen habe, zu optimieren.“ Dazu gehören die Anpassung von Lichtern, Farben und Kontraste oder das Entfernen unerwünschter Details wie Sensor flecken. Um möglichst viele Bildinformationen für seine nachträgliche Bearbeitung zu erhalten, fotografiert Jürgen Ringmann daher grundsätzlich im RAW Format.                                                                                                                                                                      Redaktion: Sabine Schneider

Jürgen Ringmann
geboren 1963, lebt seit 18 Jahren wieder in seiner
Heimatstadt Dortmund. Mitte der 80er-Jahre begann
Jürgen, der von Beruf Anwendungstechniker in der
Schweißtechnik ist, mit dem Fotografieren. Seither
hat er ein Faible für Portrait- und Streetfotografie.
Der fotocommunity ist er 2015 beigetreten. Hier präsentiert
er viele seiner Bilder, ebenso wie auf seiner
eigenen Homepage.
„Auch beruflich ergeben sich Möglichkeiten für die
Industriefotografie. Betriebe, die ihre Tore vielleicht
für immer schließen müssen, gestatten ihm ab und
an, den laufenden Betrieb ein letztes Mal fotografisch
zu verewigen“, erzählt der fc-Fotograf.
fc-Fotografenlink: www.fc-user.de/2159338
Weitere Webseiten: movingcamera.de

Ausrüstung
Kameras:
Nikon D850, Fujifilm GFX 50S, früher: Canon
EOS 650, Nikon D750 / D810 / Z6.
Objektive:
Nikon AF-S Nikkor 2,8/14-24 mm G ED, AF-S Nikkor 2,8/24-70 mm G ED, AF-S Nikkor 2,8/70-200 mm G ED VR II, Sigma 1,8/14 mm, DG HSM, 1,4/35 mm DG HSM, 1,4/50 mm DG HSM, 1,4/85 mm, DG HSM, 2,8/105 mm, DG DN Macro, Zeiss Makro-Planar 2/100 mm ZF.2, Fujinon GF 4/23 mm R LM WR, Fujinon GF 4/32 mm R WR
Zubehör:
Stative: Sirui ET-2004 + E20 Kopf, Rollei Lion Rock 20 + 7 TS Kopf, Haida Graufilter, Polfilter, Nikon Speedlight SB-700 Blitz, Kameragürtel, Funk- und Kabelauslöser, Kamera-Handschlaufen, Batteriegriff, Fotorucksack, Regenschutz, Stirnleuchte, Taschenlampen, Ersatzakkus und  Speicherkarten, Digital Voice Recorder (Reise) Olympus VN-8700 PC

10/2021

ISUZU

  Car-Shooting