Jürgen Ringmann

Photography

my travel book

/// Fotoreise Indien II

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Es sind die unendlich vielen Gesichter, die Kindern in ihrer natürlichen und unbeschwerten Art immer wieder entspringen. Schön wenn man sie dabei mit der Kamera begleiten darf.

Dazu zählen für mich auch schöne Erinnerungen analoge Fotografien aus den 80er Jahren.

keep smiling
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Zu gerne denke ich an diesen Moment zurück, zu Beginn des Jahres am Kovalam Beach in Kerala, als ich die jungen und lebensfrohen Schülerinnen am Beach traf. Sie waren an ihrem freien Sonntag das erste Mal zu Besuch dort, aus dem Nachbarstaat Tamil Nadu kommend. Zur Erinnerung durfte ich dieses Foto machen.

Seit etlichen Jahren bereise ich Indien, und bin zutiefst betrübt, wie Corona auch hier extrem gewütet hat. Die Lebendigkeit des Landes und der Menschen wirkt erstarrt und hat das Leid der ohnehin schon vielen Bedürftigen noch verstärkt. Millionen von Menschen haben ihre Arbeit und Einkünfte verloren, die Armut hat weiter große Wellen geschlagen. Der Tourismus, ebenso eine Landesweite umgreifende Einnahmequelle, ist seit März versiegt.

Ich bete und hoffe, dass auch hier schnellstmöglich ein Impfstoff zum Einsatz kommt, der die anhaltend angespannte Situation auch hier schnell mildert und das Land für seine Bevölkerung endlich wieder lebenswerter macht. Auch wenn ich jetzt im Frühjahr meine geplante Indienreise aussetzten muss, ist das natürlich völlig verständlich und auch in Ordnung. Trotzdem, Indien und meine Freunde fehlen mir sehr.

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Nach Thiruvananthapuram City, kurz Trivandrum, in die Hauptstadt von Kerala zu fahren, ist unbestritten, eine kleine Herausforderung. Auch wenn Trivandrum mit seinen knapp 800.000 Einwohnern nicht in der Liga von Mumbai, Dehli oder Kalkutta mitspielt, findet sich mit Trivandrum dennoch ein gewisses Beispiel von Enge und Fülle, wie sie überall in den dichtbesiedelten Orten und Städten Indiens zu Hause ist.

Quirlig und laut geht es zu, gehupt wird, was das Zeug hält. Wenn an der Ampel, wobei mittlerweile fast in ganz Asien der Countdown rückwärts von 20 beginnend, gezählt wird, preschen alle spätestens bei Null unaufhaltsam nach vorne los, um über die breiten Straßen zu gelangen. Wer jetzt nicht startbereit ist, geht unter. Die entgegenkommenden rasen haltlos auf einander zu, geschickt an einander vorbei, ohne auch nur in irgendeiner Weise miteinander zu kollidieren. Nicht das es auch mal zu Unfällen kommt, jedoch im Vergleich zu Dichte und Fahrstil, verblüffend selten. Und wer ganz mutig ist, schafft es sogar sich von seitwärts heran pirschend durch den dichten Strom auf die andere Straßenseite zu tänzeln.

Die Sicht ist mittlerweile seit Jahren durch dichten Smog noch viel mehr getrübt, als ich das noch von meiner ersten Reise nach Indien,1988 in Erinnerung habe. Heute gleicht das zu Fuß sein in der Stadt einem ständigen Ausweichmanöver, da sind die Rikschafahrer mit ihren Tuk-Tuk´s, an jeder Ecke zu finden, eine willkommene Alternative des Vorankommens. Idealerweise für mich, ist es die Mischung aus Beidem. So vertrete ich mir die einerseits Beine und erlebe die Menschen, die Atmosphäre und den Alltag der Stadt ganz Hautnah. Ideal um mit der Kamera davon etwas einzufangen.

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weitere Impressionen folgen......